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Brief aus Rumänien

last modified 2006-08-25 09:23

Eine Brief aus Transsilvanien/Rumänien an Redaktor Werner Wagner im Februar 2006, als Antwort auf die Frage nach der Globalisierung

Lieber Werner!

Ich muss dir schon ehrlich gestehen, dass ich mir über dieses Thema nicht sehr Gedanken gemacht habe. Aber ich will trotzdem versuchen dir eine Antwort zu geben.

Die "Globalisierung"  i s t  ein Thema, das große und schwerwiegende Fragen aufwirft. Leider redet man in unseren Kreisen so gut, wie gar nicht darüber. Es wird mal hier, mal dort "erwähnt". Unsere Politiker, die kannst du auch vergessen! Diese sind bestimmt nicht von Gott "gewollt", wie der Paulus in Rm.13 darlegt! Aber, diese Meinung des Paulus teile ich nicht (auch als "Lutheraner" nicht!). Denn zu 99% sind die "Obrigkeiten" keine "Gottes Dienerin". Und dann widerspricht Paulus damit Jesus, der sagt: "Gebt dem Kaiser ..." und "Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen". Die Obrigkeiten haben manchmal nach der Theorie des Paulus gerechte "Strafgerichte", mit dem Schwert vollzogen - eine Lehre mit verheerender Wirkung durch 2000 Jahre!

Aber nun zur "Globalisierung"! Ich glaube, die Globalisierung ist für die heutige Zeit und Welt eine "Notwendigkeit". Dafür aber, muss sie richtig verstanden werden uzt. als gegenseitige Hilfe! Und das aus sehr vielfältigen Gründen: immer höhere Ansprüche und Erwartungen des heutigen Menschen auf Wohlstand, Frieden und Sicherheit einerseits, aber andererseits auch steigende Produktionskosten, steigende Preise bei Energie usw. Die Globalisierung kann eine Hilfe sein, diese Probleme zu lösen, dafür aber müssen die Menschen (Völker!) zusammenarbeiten! Wird den armen Ländern dieser Welt, keine echte Lebenschance gegeben ( und das heißt - in ihrem Land Möglichkeiten und Wege finden und aufbauen!), dann wird die "Völkerwanderung" weitergehen und zwar in eine Richtung:

Industrienationen, wohlhabende Länder! Ich weiß nicht, inwieweit du kritisch und neutral die Entwicklung in der BRD nach 1990 beobachtet hast. Dass sich die Lage in Deutschland sehr geändert hat, ist für mich auch eine klare Folge der Zuwanderung so vieler Menschen.

Und das wird auch in Zukunft weitergehen, wenn man nicht versucht, diesen Menschen, dort wo sie zu Hause sind, eine Möglichkeit und Zukunft für ihr Leben bietet.

Natürlich kann man das auch anders sehen: reiche Nationen investieren in diese armen Länder, bauen Firmen auf, die aber im Endeffekt nur ihnen dienen!!

Das Thema ist sehr komplex und es wird immer entgegengesetzte Meinungen geben. Ich könnte mir diese Welt so schön und das Zusammenleben der Völker so einfach vorstellen, - WENN nicht auch der TEUFEL da wäre!!!

 

Zur Zeit beschäftige ich mich, außer dem Problem "Gelder für die Gemeinden", mit sehr "heißen", aber umso interessanteren Themen, wie- die Stellung der Frau in der Bibel (untergeordnet? minderwertig?), Homosexualität in der Bibel (ausgehend von der Frage: welches und was  w a r  die Sünde von Sodom?!) und nicht zuletzt mein Lieblingsthema, schon aus dem ersten Studienjahr: Leben nach dem Sterben( nicht nach dem TOD!).Ich habe dafür die Lehren der orthodoxen und der katholischen Kirche gelesen und verglichen. Und da staunt man, wenn man diese "unfehlbaren Lehren" mit der Bibel vergleicht - was da alles zum Vorschein kommt!! Da entdeckt man, dass es diese "unfehlbare" THEORIE, SO in der Bibel  n i c h t  gibt !!!

Ich möchte mich sehr gerne einmal mit dir darüber unterhalten!!

Lieber Werner, ich muss nun schliessen, bin aber gespannt, was du mir über diese "heißen Pflaster" antworten wirst!

Herzliche Grüße an euch beide,

euer Gerhard

 



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